Kampagne für die Zeitarbeit fordert ein Mehr für alle Beteiligten

Zeitarbeit ist viel, viel besser als ihr Image. Das hat sich zwar inzwischen herumgesprochen, dennoch werden Beteiligten der Branche – Unternehmen wie Zeitarbeitskräften – viele Vorteile seitens der Politik noch immer vorenthalten. Eine Kampagne des GVP will das nun ändern.
Pünktlich zur Bundestagswahl hat der Gesamtverbands der Personaldienstleister (GVP) die Kampagne „Zeitarbeit. Gut für die Wirtschaft.“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Bedeutung der Zeitarbeit für die deutsche Wirtschaft und den Arbeitsmarkt hervorzuheben und gleichzeitig an die Politik zu appellieren, bestehende Hürden und Benachteiligungen abzubauen. Davon würden alle Beteiligten klar profitieren – Zeitarbeitskräfte, einstellende Unternehmen und nicht zuletzt auch die deutsche Wirtschaft.
Um welche Forderungen geht es in der GVP-Kampagne?
Unter anderem um diese:
- Kurzarbeitergeld für Zeitarbeitskräfte – denn fair ist fair!
Zeitarbeitskräfte zahlen wie alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in die Arbeitslosenversicherung ein, haben jedoch keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld. Diese Ungleichbehandlung muss beendet werden. Die Erfahrungen aus der Corona-Pandemie zeigen, dass Kurzarbeitergeld verantwortungsvoll eingesetzt wurde. Eine dauerhafte Regelung würde Sicherheit für Beschäftigte und Unternehmen schaffen. - Abschaffung der Höchstüberlassungsdauer – für mehr Arbeitsplätze!
Die starre Begrenzung der Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten erschwert langfristige Einsätze von Zeitarbeitskräften. Studien zeigen, dass diese Regelung aber nicht zu vermehrten Übernahmen führt, wie ursprünglich beabsichtigt. Stattdessen wurden Arbeitsplätze reduziert, da Unternehmen weniger flexibel planen können. Eine Abschaffung oder Verlängerung dieser Regel würde die Personalplanung erleichtern und neue Arbeitsplätze schaffen. - Gleichstellung bei Fördermöglichkeiten – Eingliederungszuschüsse für alle!
Die Zeitarbeit leistet einen wesentlichen Beitrag zur Integration von Langzeitarbeitslosen und Geflüchteten in den Arbeitsmarkt. Dennoch sind Personaldienstleister bei der Gewährung von Eingliederungszuschüssen benachteiligt. Um diese Diskriminierung zu beenden, sollten Pauschalregelungen für Personen mit Fluchthintergrund und geringen Deutschkenntnissen eingeführt werden. Das würde den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern und die gesellschaftliche Integration fördern. - Fachkräfteeinwanderung ohne Einschränkungen – Zeitarbeit auch ohne EU-Pass!
Die Zeitarbeitsbranche fordert, dass Fachkräfte aus Drittstaaten ohne Einschränkungen eingestellt werden können. Hierzu muss das Zustimmungsvorbehalt der Bundesagentur für Arbeit (BA) nach § 40 Abs. 1 Nr. 2 Aufenthaltsgesetz gestrichen werden. Aktuell verhindert diese Regelung die Beschäftigung von Nicht-EU-Ausländern in der Zeitarbeit, was das wirtschaftliche Potenzial der Branche erheblich einschränkt. Eine Öffnung würde die Wirtschaft stärken und den Fachkräftemangel gezielt bekämpfen.
Die Vorteile für alle Beteiligten
Würden die Forderungen umgesetzt, würden Zeitarbeitende von mehr Chancen auf eine langfristige Beschäftigung und einer besseren Absicherung profitieren. Kurzarbeitergeld wäre ein wichtiges Sicherheitsnetz in Krisenzeiten und der Abbau von Regulierungen wie der Höchstüberlassungsdauer könnte langfristige Einsätze und damit Stabilität nach sich ziehen.
Und für Unternehmen, die Zeitarbeitskräfte einsetzen, würden weniger bürokratische Hürden und flexiblere Regelungen die Personalplanung erleichtern und wirtschaftliche Unsicherheiten abfedern.
Engagement auf allen Kanälen
Die Kampagne soll in den nächsten Wochen groß in allen sozialen Medien gespielt werden –
täglich erscheinen Posts auf Plattformen wie LinkedIn, Facebook und Instagram. Wer die Forderungen ebenfalls verbreiten möchte, findet auf der Kampagnen-Website viele Materialien – darunter Logos und Bildbanner für Social Media Kanäle. Mitmachen lohnt sich für jeden!
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https://personaldienstleister.de/btw-25-social-media-kit/
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