Personalentwicklung: Auch beim Personaldienstleister ein Thema!

Talentmanagement bei Berg IT

Ein Jahr Führungstraining neben dem Job – Nika zeigt, wie Personalentwicklung in der Praxis funktioniert und warum Talentförderung oft mit einem Sprung ins kalte Wasser beginnt.

Kein Muss, sondern eine echte Chance war das einjährige intensive Training aus Nikas Sicht. In einem modular aufgebauten Programm hat sie intensiv mit 12 Themenmodulen rund um Kommunikation, Führung, Selbstorganisation und Motivation beschäftigt – und nutzt das Gelernte heute nicht nur für sich selbst, sondern bringt es aktiv ins Team der gesamten Berg-Gruppe ein. Ein Gespräch über mutige Führungskräfte, das bewusste Fördern von Talenten – und darüber, warum eine „Do-not-disturb“-Notiz am Laptop kein Ego-Move, sondern gelebte Effizienz ist.

Nika, du hast ein einjähriges Führungstraining absolviert – was hat dich motiviert, daran teilzunehmen?

Ich wollte mich weiterentwickeln – ganz konkret. Ich habe bei berg-it zwar keine Führungsposition, aber ich verantworte aktuell einen Werkstudenten und bin im täglichen Austausch mit unserem Team, unseren Kunden und natürlich unseren Bewerbern. Da war das Training für mich eine Riesenchance, weil es im Kern um Themen wie Kommunikation Motivation – auch von anderen – und das persönliche Auftreten ging. Ich bin ja von Natur aus eher ein introvertierter Mensch, und ich wusste, dass mich die Teilnahme in diesen Punkten ein großes Stück voran bringen würde.

Es ging aber auch um effizienteres Arbeiten und Entscheidungsstärke. Also alles, was man braucht, um sich selbst gut zu führen – und andere gezielt zu begleiten. Das gehört für mich ganz klar zum Thema Personalentwicklung. Besonders wichtig war mir aber auch – und auch das hat mich motiviert: das erworbene Wissen nicht nur für mich zu behalten, sondern direkt ins Team zu bringen. Damit bin ich auch noch immer nicht ganz fertig (lacht).

Was bedeutet Talentmanagement für dich ganz persönlich – und wie hast du es während des Trainings erlebt?

Talentmanagement bedeutet, einem Mitarbeitenden zu zeigen, was in ihm steckt, und das Maximum an aus ihm herauszuholen. Das kann durch Weiterbildung geschehen, aber auch durch internes Coaching und die Art, wie man mit dem Menschen umgeht. Meine Erfahrung ist, dass sich Talente sich häufig erst zeigen, wenn man Raum dafür schafft und durch einen Vertrauensvorschuss motiviert. Ich lasse unsere Werkstudenten deshalb auch gerne mal ins kalte Wasser springen und sage ihnen, dass sie einfach mal machen sollen – ohne sich durch ständiges Nachfragen rückzuversichern. Sie sollen es allein versuchen, und in der Regel schaffen sie es auch – und dann sind sie zu Recht stolz auf sich und entsprechend hochmotiviert. Darum ging es auch häufig im Führungskräfteseminar – um Eigenverantwortung und Vertrauen, also zentrale Elemente eines modernen Talentmanagements. Ich selbst habe gelernt, Verantwortung zu übernehmen und souveräner aufzutreten. Das Training hat mir dabei sehr geholfen – und ich merke heute im Alltag, wie viel ich daraus mitgenommen habe.

Welche Methoden hast du aus dem Training für deine Kollegen der Berg-Gruppe mit gebracht?

Bisher habe ich vor allem Methoden mitgebracht, die unser Arbeiten effizienter machen. Dazu gehören zum Beispiel strukturierte Sheets für Kundenanfragen, Reminder-Methoden, Tipps für die Gesprächsführung oder auch für Preisverhandlungen. Auch bei der E-Mail-Kommunikation haben wir einiges optimiert – etwa durch klarere Formulierungen oder das gezielte Setzen von Fristen. Eine weitere Methode, die sich bei uns fest etabliert hat, ist das wöchentliche Blocken von Zeitfenstern für konzentriertes Arbeiten. Weil wir normalerweise unsere Bürotüren offen halten, hängen wir in dieser Zeit ein Post-it an den Monitor. Das ist ein stilles Zeichen: Bitte nicht stören. Wer vorbeikommt, sieht das – und weiß, dass er später noch mal fragen kann. Das klappt wirklich gut und wird mittlerweile im ganzen Team genutzt.

Welche Rolle spielt Kommunikation, wenn es darum geht, Mitarbeitende zu fördern und langfristig zu binden?

Eine sehr große. Personalentwicklung funktioniert nicht ohne echten Austausch und Dialog. Ich bin überzeugt: Wer sich nicht gehört fühlt oder das Gefühl hat, dass sich die Führungskraft keine Zeit nimmt, wird sich langfristig vom Unternehmen entfernen. Letztlich sind wir alle Menschen – und suchen auch im Job zwischenmenschlichen Kontakt, nicht nur auf fachlicher, sondern auch auf persönlicher Ebene. Es geht um Wertschätzung, Menschlichkeit und das Gefühl von Zugehörigkeit. Benefits und ein gutes Gehalt allein reichen für nachhaltige Mitarbeiterbindung oft nicht aus. Bei berg-it sind regelmäßige Entwicklungsgespräche selbstverständlich – ebenso wie anonyme Umfragen zur Mitarbeiterzufriedenheit. Dabei wollen wir herausfinden, was jemand braucht, um sich entwickeln zu können. Das gilt auch für unsere Bewerber. Als Personaldienstleister in Nürnberg erleben wir oft, dass Kommunikation und echtes Interesse entscheidend dafür sind, ob jemand bleibt – oder geht.

Was ist für dich das Wichtigste, was du aus dem Führungstraining für deine eigene Personalentwicklung mitgenommen hast?

Eigentlich genau das, was ich auch für meine persönliche Weiterentwicklung mitgenommen habe. Erstens: ich traue Menschen etwas zu – mir selbst, meinen Kollegen und auch unseren Bewerbenden. Gerade im IT-Bereich begegnen wir vielen, die keinen geradlinigen Lebenslauf haben, aber richtig viel draufhaben. Zweitens: ich versuche, mich selbst und andere aus der Komfortzone zu holen – und freue mich jedes Mal, wenn das gelingt. Denn daraus entsteht oft neue Motivation, die wir für weitere Themen nutzen können. Selbstbewusstsein entsteht durch Erfolg – und Erfolg braucht Vertrauen.

Und natürlich habe ich auch viele Tools und Methoden kennengelernt, mit denen ich meine Arbeit und die im Team effizienter gestalten kann. Auch das motiviert – weil man mehr Zeit für wichtigere oder auch interessante Arbeiten hat. Für mich ist der wichtigste Erfolgsfaktor: Man muss es ernst meinen – und bereit sein, sich selbst zu hinterfragen.

Fazit:

Nikas Beispiel zeigt: Personalentwicklung braucht keine Hierarchie, sondern Haltung. Wer Mitarbeitende befähigt, Verantwortung zu übernehmen, sich auszuprobieren und gezielte Impulse dazu gibt, wächst – und bringt andere zum Wachsen. Das gilt im eigenen Team genauso wie in der täglichen Arbeit eines Personaldienstleisters. Und genau das macht den Unterschied.